Montage Teil 2
Am Freitag konnte ich nun die letzte Dichtung abholen.
Es musste nur noch dieser Vorgelegelagerdeckel montiert werden, dann sollte der Motor wieder eingesetzt werden.
Vor den Motor gesetzt, alle Teile vor mir und nun ging es los:
Dichtung drauf und die Löcher der Getriebewellenbefestigung ausgerichtet.......
So ein Mist, diese Befestigung ist nicht symetrisch, man bekommt es nicht gedreht, weil dort eine Nase am Gehäuse nicht vorbei kommt.
Ich brauchte 10 Minuten um die Situation zu begreifen.
Es stand davon weder was in dem Werkstatthandbuch noch in der Reparaturanleitung!!!!!
Um diese Befestigung (siehe Bild) drehen zu können, muss der Kurbelgehäusedeckel wieder ab,
damit der entfernt werden kann, muss
die Kupplung wieder raus
alle Deckel ab
der Hallgeber entfernt,
die Ölwanne ab
die Ölpumpe raus
alle Dichtungsmasse wieder entfernt werden
einfach alles wieder von vorne...wie beim Spiel "Mensch ärgere Dich nicht" wenn man da kurz vorm Ziel wieder von vorne anfangen muss.
Ich hatte diese Befestigung wirklich als Symetrisch in meinem Kleinhirn abgespeichert und nicht drauf geachtet.
Für die ganze Demontage und Montage ist ein Tag draufgegangen.
Die Schrauben und im Besondern die Gewinde leiden da schon sehr drunter.
Die großen Bedenken kamen jedesmal, wenn ich eine Schraube mit Drehmomentschlüssel angezogen habe, hält sie und hält das Gewinde??
Ich glaube, wenn er ein drittesmal geöffnet werden muss, sollte man sich einen Satz Helicol-Gewinde hinlegen und neue Schrauben bestellen.
Dann nun am Sonnabend kam der Nachbar und der Motor sollte wieder rein.
Für den Ausbau hatten wir 15 Minuten benötigt, der Einbau schlug mit 90 Minuten zu.
Erst als wir die Ölwanne wieder entfernt hatten, ging der Motor ganz gut in den Rahmen.
Natürlich mussten auch die Ölleitungen, der Ölfilter und dieses kleine Überdruckventil raus.
Mit Bretten haben wir ausserdem die Ölwanne geschützt und abgestützt.
Mit dem Zusammenbau hatte ich gestern begonnen. Kettenritzel, Kettenritzelabdeckung
Zündspulen, Ölkühler und dann diese Nutmutter der Kupplungsschraube mit 110 Nm anziehen.
Dazu habe ich die Federn wieder eingesetzt, Unterlegscheiben drauf und die 4 Muttern angezogen. Dann mit einem Fuß auf die Hinterradbremse und mit der Spezialnuss und einen Drehmomentschlüssel entsprechend angezogen. War eine ganz schöne Kraftanstrengung.
Heute folgte die Vergasereinheit. Erst alle drei Züge wieder montiert, die Ansaugstutzen und Luftfilterstutzen mit Balistol etwas eingeölt und reingefummelt. Passt schön auf die
Luftfilterstuzen auf, die rempeln sich gerne um und dann würdet sie Nebenluft ziehen.
Alles schön mit der Taschenlampe kontrollieren. Eine wichtige Sache noch, wenn ihr die Züge montiert und festschraubt überprüft die Leichtgängigkeit des Gasgriffes.
Ich musste den Tank wieder demontieren, weil sich der Gasgriff nur sehr schwer drehen lies!
Dann den Tank drauf gefummelt, diese Schläuche können einen zum Wahnsinn treiben.
Mit etwas Ruhe ging es dann doch. Anschliessend die Batterie eingebaut und den Luftfilterkasten montiert.
Als letztes kam die Auspuffanlage dran, diese habe ich komplett montiert.
Die mittlere Auspuffschelle dabei gelöst, damit man Spiel bei der Montage hat.
Die Anlage von vorne links unter das Motorrad geschoben vorne die Krümmer in Position gebracht dabei gleichzeitig hinten ( Mit einer zweiten Person, eine Dritte wäre noch besser)
die Töpfe mit den Schrauben fixiert.
Anschliessend die Hutmuttern der Krümmer lose eingeschraubt und dann den Halter untem am Motorblock angeschraubt und die Rohrschelle festgezogen, dann alle Schrauben mit den richtigen Drehmomenten angezogen.
Nun kam der spannende Moment.
Alles nochmal durchdacht, alle Schrauben fest? Nichts mehr übrig, Öl drin usw.
Benzinhahn auf, Schlüssel rein...Und ( wieso leuchtet die Ölkontrolllampe nicht mehr ???)
Ok, Öl ist aber drin also los.
Nach zwei Startversuchen war sie wieder mit einem sauberen Motorgeräusch am Leben.
Alles dicht und die Freude kam so langsam in mir hoch..... Geschafft.
Warum diese Ölkontrollleuchte nicht mehr leuchtet, werde ich aber noch ergründen müssen.
Vielleicht hat ja jemand eine Idee?
Eine 30km Probefahrt zu Margarete und Uwe hatte keine Probleme gezeigt.
Gruß
Rüdi
Nun fährt sie wieder
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NACHTRAG: Die Ölkontrolleuchte ging nicht mehr, weil der Öldruckschalter ein Runterfallen auf den Boden nicht überlebt hatte,
und dann ebenfalls noch gewechselt werden musste. Dazu war keine große Demonage erforderlich nur ein wenig Fummelei.